Allgemein, Hochschulsport an der TU Dortmund, Stadtrundfahrt

Gold und Silber glänzt – die TU aber nicht

 

Kommentar zur Teilnahme von Student-/innen der TU , die als  Sportler-/innen bei den Olympischen Spielen 2016 antreten

Alle 4 Jahre ist es soweit: ein weltweites Sportereignis bietet Sportler-/innen, Sponsoren und einem Land die Möglichkeit für viel Aufmerksamkeit, Ruhm und Medallien. Nicht zuletzt geht es auch um viel Geld. Wer sich mit siegreichen Athlet-/innen schmücken kann, hat ein gutes Prestige.

An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nehmen auch Studenten und Studentinnen der Technischen Universität teil: z. B. die Hürdenläuferin Pamela Dutkiewicz oder die Ruderer Richard Schmidt und Maximilian Reinelt. Für letztere glänzte schon das Edelmetall. Glückwunsch an alle Medalliengewinner/innen – und gute Wünsche für diejenigen, die noch um Gold, Silber oder Bronze kämpfen.

Die TU Dortmund schmückt sich gern mit ‚ihren‘ erfolgreichen Athleten. Erfolg macht gutes Image, Erfolg will jeder sehen, dient dem Prestige. Schön und gut – aber: dieses Selbstlob der TU hat einen Schmutzfleck.

Um Erfolg haben zu können, muß man ordentlich trainieren können. Die Sportanlagen müssen in Ordnung sein, die Trainerinnen und Trainer müssen fachliche und pädagogische Kompetenzen haben. Der Gewinn von Medallien kann dies bestätigen und hat dies bestätigt. Die Vereine, in denen die Sportler-/innen Mitglied sind, haben gute Arbeit geleistet.

Nur ein Nebenaspekt dabei sind die Sportanlagen der TU Dortmund selbst – auch wenn die Sportlerinnen dort meist nicht trainieren. Die 40 Jahre, die es die Technische Universität Dortmund schon gibt, haben allen Gebäuden und Anlagen zugesetzt.Erst kürzlich berichtete die pflichtlektüre über die Baufälligkeit der alten und neuen, im Bau befindlichen Chemie- und Physikgebäude ( http://www.pflichtlektuere.com/05/08/2016/der-berliner-flughafen-der-tu-dortmund/ ) Ein Rasenplatz ist überhaupt nicht bespielbar, Spielgeräte fehlen bei Kursen, so dass z. B. der Floorball-Trainer lieber seine eigenen Tore mitbringt anstatt die klapprigen Teile der TU-Ausrüstung zu nehmen.Dabei ist der Hockeykurs nicht seine Privatveranstaltung. Bei den Schließfächern hat man plötzlich das Gegenstück des Schlosses in der Hand, so dass man das Fach nicht sicher abschließen kann. Teilweise sind die Toiletten oder Duschen über Wochen geschlossen. Ist ja „nur“ der Hochschulsport, der zum Breitensport gehört, den Amateure betreiben.

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Im Glanz von Olympia wird das vergessen. Denn auch wenn die Athlet-/innen der TU Dortmund nicht unbedingt oder nicht immer auf den Anlagen des Hochschulsports trainieren, so repräsentieren sie doch die Technische Universität Dortmund.Der Glanz von Olympia  hat durch den schlechten Zustand der Anlagen einen faden Beigeschmack. Überspitzt ausgedrückt: außen hui (erfolgreiche Sportler) und innen pfui (kaputte Sportanlagen und marode Lehrgebäude).  Nicht jeder Sportler und nicht jede Sportlerin wird gleich zum Profi. Sport kann auch „nur“ Freude an der Bewegung sein und der Gesundheit dienen.Dennoch ist der Amateursport wichtig. Wird nicht aus einem Breitensportler oft genug auch ein Profisportler? Und wäre es demnach nicht dringend geboten, die Anlagen und die Ausstattung für die Sportkurse des Hochschulsports an der TU Dortmund zu erneuern?

Die Ruderer-/innen werden davon nicht viel mitbekommen, weil sie nicht direkt beim Hochschulsport trainieren.Sie gelten aber als Athlet-/innen der TU. Die TU Dortmund ist dennoch aufgerufen, im Interesse des Profisports  und Breitensports ihre Anlagen und ihre Ausstattung zu erneuern. Wer sich im Glanz von Medallien ’seiner‘ Athleten sonnt, sollte auch gute Sportanlagen vorzuweisen haben. In einem maroden Gebäude will niemand studieren, lernen und lehren. Und mit einem einfachen Holzboot läßt sich schließlich auch keine Medallie gewinnen.

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