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Allgemein, Filmkritik, Radverkehr

Der Ort für Träume muß doch nicht weichen

Am Ende der Brückstraße, wenn man die gläsernen Tempel der Klassik inklusive Holzkasten-mit-Saiten-Ausstellung hinter sich gelassen hat, erreicht man das Kino Schauburg. Schon lange wollte ich diese Traditions-Kino besuchen, da erreichte mich die Nachricht vor Weihnachten, daß das Kino am alteingesessenen Standort schließen müsse, wie ein Schock. Der Vermieter wollte den Mietvertrag nicht verlängern. Die Begründung hierfür mutet seltsam wie auch nicht nachvollziehbar an. Inzwischen ist diese Begründung schon wieder belanglos geworden.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-dortmund/video-abschied-vom-kino-schauburg-in-dortmund-100.html

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Die Kinokasse und Popcornversorgungsstelle (…und leckeres Flensburger Bier haben sie auch….)

Es war grausam, den Abbruchcontainer vor dem Kino zu sehen. Als ob man in eine offene Wunde blicken würde.

Am Montag den 26. Dezember 2016 war der letzte Vorstellungstag im Kino Schauburg. Natürlich fuhr ich mit dem Rad hin… Ich fühlte mich sofort wohl zwischen den roten Wänden und goldenen Ornamenten. Und ich dachte an die Kinos in Nürnberg und Fürth zurück, die ich besucht hatte. Sie können heute zum Teil nur durch Bürgerinitiativen überleben, weil dem Großmogul des  Multiplexkinos“CineCitta“ die kleinen Traditionskinos „Meisengeige“ oder das „Casablanca“ egal sind.

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Alle Fotoaufnahmen wurden mit freundlicher Genehmigung der Schauburg angefertigt.

Das Foyer war voll mit Besucher-/innen, der WDR war mit Kamera vertreten. Es lief der Film „Radio Heimat“ von Adolf Winkelmann und Peter Thorwarth, nach Geschichten von Frank Goosen.

Es machte großen Spaß, den Film zu sehen: vier Jungs sind die Hauptfiguren der Geschichte, wie sie im Ruhrgebiet aufwachsen – in den 1980er Jahren. Selbst wenn man nicht direkt in diesem Jahrzehnt Teenager war, wird das Lebensgefühl gut eingefangen. Dazu tragen vor allem die Requisiten bei: das grüne Telefon, die ehrfürchtig berührten Cassetten, die Schallplatte, die man vorsichtig aus der Hülle nimmt und auf den Plattenteller legt. Ich konnte den Mief, den grünlich-weiße Fliesen in der Küche oder im Bad zusammen mit zu zahlreichen Zimmerpflanzen verbreiten, im Kinosaal riechen. Man kann vor lauter Zeug gar nicht richtig lüften.  Die zum Teil unsäglichen Klamotten sind glücklicherweise kaum richtig sichtbar. Kein Mensch braucht schließlich Schulterpolster oder  große Flächen  von schreiend pinkem und neonfahrbenem Zeug am Leib.

Anfangs war es verwirrend, daß einer der Hauptfiguren auch gleichzeitig Erzähler ist – doch es stört nicht weiter und die Geschichte wirkt dennoch glaubhaft.

Und wer träumt nicht auch gern von dieser Zeit… als man sich noch nicht so sehr um die Organisation des eigenen Lebens kümmern mußte, als man Sachen getan hat, ohne darüber nachzudenken und dies deshalb nicht zwangsweise bereuen mußte, diese nicht unbedingt „falsch“ oder gar eine Straftat waren. Wenn man nur immer ehrliche Freunde haben kann! Peinlichkeiten, die man leider durchzustehen hat, kennt auch jeder, nervige Eltern oder gar autoritäre Lehrer. Ein ähnliches Arschloch von Lehrer hatten wir nicht nur einmal, damals in der beschissenen Hauptschule und Realschule in der elenden Kleinstadt. Unfaßbar, daß heute im Jahr 2016 und 2017 erneut Menschen autoritäre Herrschaft voll befürworten. Die haben nichts gelernt. Lästige Verwandtenbesuche, bei denen man als Teenager bald kapiert, daß nicht alles stimmt, was so gesagt wird… Warum der Onkel sagt, Fremdgehen lohne sich nicht… weil er sich selbst dann die Stulle schmieren müsse… haha! Das Patriarchat herrscht bundesweit und nervt bis heute.  Die Schwierigkeiten, die die Jungs haben, können in diesem Film nur angedeutet werden; mögliche Realität sind sie allemal.

http://www.radioheimat-film.de/

Ich bin den Filmemachern sehr dankbar, daß sie bestimmte Musik aus den 1980er Jahren nicht genommen haben, dafür hört man auch gute Musik von den Fehlfarben. Musik ist und bleibt wichtig, wenn man Teenager ist. Und kein Film kann ohne Musik existieren.

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Zwischen Weihnachten und Neujahr nun kam plötzlich die erlösende Nachricht: das Kino Schauburg kann an Ort und Stelle bleiben, wo es schon seit über 100 Jahren steht! 🙂

http://nordstadtblogger.de/die-schauburg-ist-ueberraschend-gerettet-bereits-am-freitag-geht-der-betrieb-im-aeltesten-kino-von-dortmund-weiter/

Und da gehört es auch hin. Am Ende der Brückstraße, Filmkultur neben der Musikkultur weiter vorne im Glasbau.

Das aktuelle Programm gibt es unter:

http://www.schauburg-kino.com

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Allgemein, Ausstellung, FAHRRAD, Radverkehr, Stadtrundfahrt, Weihnachten

Silvesterparty auf andere Weise

Wie feiert man „Silvester?“ Obwohl dieser Tag, der nach dem greogrianischen Kalender der letzte Tag eines Jahres ist, kein religiöses Fest ist, trägt er den Namen eines Geistlichen und Religionsvertreters, nämlich dem Papst Silvester (Hintergründe und gepflegtes Halbwissen dazu liefert die allseits beliebte Seite wikipedia oder Ihr laßt Euch von einem Theologen dazu vollquatschen). Daher rührt die Frage „Was machst du an Silvester?“ fast seltsam an, eigentlich müßte man sagen: „Was machst du mit Silvester?“ 😉

Ich habe keinen Silvester „an Silvester getroffen, stattdessen machte ich mich auf nach Duisburg. Der ADFC Duisburg machte seine Silvestertour – wie viele Jahre vorher schon. Ich erfuhr erst im Jahr 2016 davon, als der ADFC Essen oder die CM Essen den Veranstaltungshinweis der „Westfalenpost“ dazu auf fb genannt hatten. Ich hätte auch in den Jazzclub gehen können, aber rund 20 € für einen Abend… naja….auch wenn die Musik gut ist.

Ab 20 Uhr traf man sich in der Geschäftsstelle, es gab heiße Getränke und Plätzchen, es gab nette Gespräche und einen freundlichen Willkommensgruß. Um 21 Uhr c.t. startete die Tour. Ja, tatsächlich, wir fuhren am 31.12.2016 freiwillig Fahrrad! 😀  Vorbei u.a. am Duisburger Theater, wo der Graf von Luxemburg seine Sause feierte (voll der Angeber! Und dabei ist der Spitzbube pleite!), vorbei an Wohnhäusern, über Brücken, entlang des Rheins und vorbei an Stahlwerken. Leider alles in Dunkelheit… dennoch schön, Duisburg mal jenseits des Schimanski-Klischees kennenzulernen.

Vergeßt Schimanski! Jetzt macht Angelika mit dem ADFC Duisburg unsicher!

In der Vorweihnachtszeit, auch Adventszeit genannt, wird es in Wohngegenden in Westeuropa immer heller und bunter, was nicht unbedingt zur besseren Verkehrssicherheit beiträgt und was die Passantin auch fälschlicherweise als Einladung zum Betreten des Vorgartens auffassen könnte. Wenn´s da so schön leuchtet, geh ich doch mal rein! 😀 Die Phantasie der Ausschmücker ist dabei schier grenzenlos.

Wir durchquerten Moers (ausgesprochen „Mörs“, im Gegensatz zu Soest, das „Soost“ ausgesprochen wird) und erlebten eine besondere Art des Weihnachtsschmucks: Das Weihnachtshaus von Leon Scheepers. Beeindruckend, was seine Eltern und er hier aufgebaut haben, auch wenn nicht jedes Teil dem Geschmack der Besucherin/des Besuchers entspricht.

 

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Sogar am Wasser kann es mit dieser Beleuchtung der Betrachterin gar warm ums Herz werden…

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Manchmal waren wir Radler-/innen auch auf ehemaligen Bahntrassen unterwegs, nicht nur bei beleuchteten….

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Wie schön, daß es auch noch einen „klassischen“ Weihnachtsartikel in diesem Garten gibt 😉

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http://www.moerserweihnachtshaus.de

 

Wir fuhren zur Halde Rockelsberg in Duisburg-Rheinhausen, ein durch Schlacke (Schlacke: Rückstände der Stahlproduktion)  entstanderer Berg. Für ehemals im Mittelgebirge wohnende Menschen eher ein größerer Hügel….. lustig dazu die Diskussion während der Radtour, was ein „Berg“ sei. …..

Der Düsseldorfer Liegeradfahrer war sportlich und fuhr den Weg hinauf… Liegerad schieben ist auch recht umständlich, außerdem fährt sich ein Lieger gut (Rückstoß am Sitz größer als beim kleinen Sattel, mit dem bekommt man Kraft beim Treten in die Pedale, so meine Erfahrung). Allerdings hatte uns der Tourenleiter auch gewarnt, daß es Querrillen auf dem Weg gab. Da der Weg nicht beleuchtet ist, ist Schieben bei einem „Hochrad“ (Bezeichnung eines Liegeradfahrers 😉 empfehlenswert.

Auf der HALDE ROCKELSBERG hat man einen wunderbaren Rundum-Blick auf Duisburg. Fachkundig informierten mich die Duisburger ADFC´ler, was das grün beleuchtete Ding sei (Schornstein des Gaskraftwerkes), warum bei der Kokerei manchmal eine hohe Flamme zu sehen ist, dies aber keine Gefahr darstellt und wo welche Stadtteile sind („..aber nein. Das ist doch…da….“ 😀

Von da oben betrachtet ist es richtig schön, das Feuerwerk zu sehen. Auch gab es hier nicht soviele Leute, die Silvesterkracher zündeten – weniger Krach und bessere Luft waren die Folge. Zwischen den farbigen Lichtblitzen in der Luft sah man es zwischen den Häusern auch immer wieder blau blinken….

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Und an den Leser der örtlichen Tageszeitung, der sich beschwert hat, der ADFC würde auch noch auf die Halde Rockelsberg fahren und Platz besetzen: wir waren so generös und haben den anderen Leuten noch genug Platz für ihre Feiern und Kracher übrig gelassen.

 

Die Rückfahrt war kürzer und in der Geschäftsstelle gab es neben den Getränken sogar warmes Essen… herzlichen Dank dafür! Danach machte sich aber die Müdigkeit bemerkbar… es war schon 3 Uhr, als ich mich langsam für die Abfahrt bereit machte. Danke an die Bahnmenschen, die mich noch zu dieser späten (frühen) Stunde nach Hause brachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Allgemein, FAHRRAD, Gesellschaftskritik, Radverkehr, Stadtrundfahrt

Critical Mass Dortmund am 16. Dezember 2016

Am 3. Freitag im Monat findet immer die Critical Mass Dortmund statt. Bei der Vielzahl der CMs im Ruhrgebiet und ganz NRW fällt die Auswahl, wo man hinfährt und teilnimmt, manchmal schwer…. 😉

Heute hatten wir Gäste aus Wuppertal (der sogar die ganze ! Strecke hin- und möglicherweise auch zurückfuhr), Gelsenkirchen (man kann auf diversen Zeitungsseiten im Netz lesen, daß man sogar aus der verbotenen Stadt nach Do. käme, weil der eigene Weihnachtsmarkt so mies sei), Essen – habe ich jemanden vergessen?

START wie immer um/gegen 19 Uhr am Friedensplatz beim Rathaus, Nähe U-Bahn-Station Stadtgarten.

Fahrt um die Friedenssäule zu Beginn:

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Es ist Dezember.… das heißt… ja genau…

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Dezente Weihnachts-Beleuchtung in rot, passend zum Rahmen……    🙂

 

Es geht natürlich noch schmucker:

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Nicht im Bild: dunkelblaue Christbaumkugeln, die am Rahmen unterhalb der Ladefläche hängen (Foto ist leider nix geworden…). Mir wurde vom Fahrer auf Nachfrage versichert, daß es zuhause keinen Krach gibt, würde eine Kugel während der Fahrt kaputtgehen.

Passend zur Advents- und Vorweihnachtszeit hatte dieser Fahrer auch Weihnachtspop im Gepäck. Bei der CM darf die Musik und Ausstattung auch gern mal kitisch sein ;-)))

 

Eines der am stärksten geschmückten Fahrräder…. etwas eigenwillig in der Gestaltung…..

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Die Essener-/Gelsenkirchener Vertretung mit schmucken Rädern   und praktischen Accesoires (nicht auf Weihnachten bezogen):

 

Möglicherweise frieren die Hände mit diesen „Topfhandschuhen“ auch nicht so sehr 😉

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Bei der Critical Mass Dortmund am 16. Dezember 2016 waren aber nicht nur Lastenräder dabei.

 

…wie sich damit wohl fährt? Ballonreifen können schon angenehm sein, wenn man über Pflastersteine fährt. Aber je breiter das Rad, desto mehr muß man wohl rein treten, um das schwere Ding fortzubewegen.

Die Zieleinfahrt auf dem Friedensplatz gegen 21 Uhr. Bei der – ab 19 Uhr legitimen – Fahrt durch die Fußgängerzone Westenhellweg verteilte einer der Radfahrer freundlich Flyer an die staunenden Passanten und Passantinnen. Manche feuerten uns an, nur ein einziger fluchte hörbar.

 

Es hat wieder viel Spaß gemacht, bei der CM Dortmund mitzufahren.Schön, daß Ihr aus Wuppertal, Gelsenkirchen u.a.  bei uns wart. Danke auch an die 3 Jungs, mit denen ich nachher noch Kakao bzw. Glühwein am Weihnachtsmarkt Dortmund trinken konnte, ich habe mich gefreut.

Falls die Bochumer nächste Woche ihre Weihnachtsrunde (23.12.) machen, bin ich gern dabei. Ich werde alkoholfreien Punsch mitbringen. Wer unbedingt Rum drin haben will, bringe sich diesen mit.

 

RIDE ON !!! Für eine Stadt mit weniger Streß und mehr Radverkehr statt Autos!

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Allgemein, Musikkritik

Keine Sonne mehr in Sunset Boulevard 10086

„…ich gab der Welt Träume aus Licht.“ (Norma Desmond)

Faszinierend muß es gewesen sein, damals, zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein „Lichtspielhaus“ zu besuchen. Das „Kino“ war noch jung, die Bilder noch wackelig und stumm, dazu hörte man immer Musik vom Klavier oder Salonorchester. Der Stummfilm verlangte nach expressiven Gesten und ausdrucksstarken Gesichtern. Sprache spielte keinerlei Rolle.

Das Licht: essenziell für das Kino, essenziell für das Leben. Hollywood als Ort, an dem die Sonne immer scheint, die Sterne immer glitzern. Aber Norma Desmond, der rund 50jährige Stummfilmstar hat den Anschluß an das neue Medium „Tonfilm“ verpaßt. Mit einem Gesichtsausdruck könne sie alles sagen! Sie sei immer noch groß, die Bilder seien es, die klein geworden seien! Aber niemand will sie mehr engagieren. Umgeben von Erinnerungen an ihre Erfolge lebt sie in ihrer Villa am Sunset Boulevard 10086. Das Licht ist trüb geworden, der Sonnenschein der Dämmerung gewichen.Und doch,  sie hofft, daß ihr Stern wieder aufgehen möge, daß sie wieder auftreten kann: im Film, für den sie lebt. Das Theater Dortmund bringt „Sunset Boulevard 10086“ mit Pia Douwes in der Hauptrolle auf die Bühne.

Es ist zu begrüßen, daß sich das Theater für die „symphonic version“, bei der die Keyboard-Samples ausnotiert sind, entschieden hat. Die Swing-Musik macht Spaß, fast möchte man aufstehen und mitanzen, wenn das gesamte Filmset „Movie´s a Circus“ singt. Schön wäre es gewesen, wenn die Sänger und Sängerinnen noch mehr getanzt hätten; die Musik verlangt sehr danach. Die Bühne ist schnell und unkompliziert von einem gedachten Swimmingpool auf Normas Anwesen zu einer Bar umzuwandeln.

Beim Silvester-Tango im Hause von Norma Desmond ist ein Akkordeon, eine Geige und eine Gitarre zu hören – die Zuschauerin sieht aber keine Gitarre, das wirkt verwirrend. Störend ist  die Stimmverstärkung: vor allem der Gesant von Norma Desmond kommt nur als laut und als gleichtönig rüber, Störgeräusche nicht ausgeschlossen. Schon bei „Next to Normal“ ist diese fehlerhafte Technik (weil die Musicaldarsteller mit Mikrophon singen) negativ aufgefallen ( https://fahrrad3gruen.wordpress.com/?s=next+to+normal ). Etwas weniger Vibrato hätte der Textverständlichkeit auch gedient, denn das alles vermindert den Musikgenuß. Schauspielerisch ist Pia Douwes jedoch sehr glaubwürdig; sie ist Norma Desmond, in all ihrer ehemaligen Größe, Enttäuschung, Verzweiflung und Einsamkeit.

Gesanglich überzeugt haben dagegen die Sänger-/innen der Nebenrollen: Hannes Brock als Butler und Ex-Mann Max, dessen wohlklingender Stimme man gern zuhört. Morgan Moody als Mr. Obercool hat mit der Rolle des Artie Green seine Paraderolle, es macht großen Spaß, ihm dabei zuzusehen. Den erfolglosen Schriftsteller Joe Gillis (Oliver Arno) versteht man meistens, leider wird im Chor mit Orchesterbegleitung auf Dauer ein immer unverständlicher lauter Klangteppich. Schade um die schöne Musik…  Wietske van Tongeren als Betty Schaefer ist witzig, nicht zu rührselig, obwohl sie in genau derselben schwierigen Situation wie viele andere in Hollywood ist. Herrlich, weil nicht rührselig ist das Liebesduett zwischen Betty und Joe. Da merkt man:  die beiden gehören zusammen! Jeder junge Mensch will dort sein Glück versuchen, reich und berühmt werden. Man  spricht immer wieder vor oder wird doch nicht zum Regisseur vorgelassen, das Drehbuch von vornherein abgelehnt. Es weht ein kalter Wind im sonnig warmen Hollywood am Sunset Boulevard.

Die Bühne wird nahtlos und fast ständig umgewandelt: mal als Villa von Norma Desmond, dann als Filmset, dann als Straße, auf der Joe seinen Gläubigern entkommen muß. Der Wandel erfolgt ohne daß die Zuschauerin irritiert sein müßte. Die Verfolgungsjagd, ein großer Spaß für die Zuschauerin, gerät leider wegen ein paar Schwächen aber zu einem unglaubwürdigen Ereignis: da muß Joe die Stoßstange halten, um im Auto zu sitzen, die Theater-Mitarbeiter, die den Rauch als stilisierte Autoabgase verbreiten, sind für die Zuschauerin sichtbar. Besser gelungen, wenn auch weniger rasant ist die Verfolgungsjagd in „Jonny spielt auf“ am Theater Hagen ( https://fahrrad3gruen.wordpress.com/2016/03/10/zum-bahnhof-zum-bahnhof/ ).

Paradox ist, wie alt der Regisseur Cecil B. DeMille ist. Weißhaarig und am Stock laufend kommt er ans Set, während junge Menschen um ihn herum wirbeln. Irgendein Historienschinken wird gedreht, Frauen in leichten goldenen Gewändern mit Sternenkranz am Kopf und Männer in pseudo-römischen Uniformen laufen herum. Bei aller Strenge Hollywoods wirkt die Traumfabrik mit diesen Figuren recht lächerlich.Aber solange der „Goldglanz im Altenheim“ (Zitat der SZ anläßlich einer Oscar-Verleihung) an der Macht ist, wird sich an dem Erfolgsdruck, der Arroganz von Produzenten, der Macht des Geldes und dem Egoismus einzelner nichts ändern.

Interessant ist die Personenkonstellation: Dieses Mal liebt eine alte Dackelin einen Jungspund. Großer Aufschrei. Eine Kombination, die gesellschaftlich nicht anerkannt ist. Dagegen soll es „normal“ sein, daß ein alter Mann (also 10 oder gar 20 Jahre älter als die Frau) eine viel jüngere Frau zur Partnerin hat. Es ist Zufall und auch Geldnot und Existenznot, die den erfolglosen Schriftsteller Joe Gillis in die Villa des ehemaligen Stummfilmstars treibt. Sie hat die Kohle, er lernt den Luxus kennen und genießen, auch wenn „die Alte“ natürlich nervt. Es wirkt lächerlich, wenn Joe in bester „Bodyguard“-Manier Norma die Treppe hinaufträgt. Diese Paarbindung kann nicht lang gut gehen… Dass das „Liebe“ zwischen Menschen sein soll, deren Altersunterschied so groß ist, ist sehr unwahrscheinlich wenn nicht sogar unmöglich. Eine(r) von beiden wird immer ausgenutzt, sei es emotional oder finanziell. Joe sagt am Ende einen wahren Satz: „Es ist keine Schande, 50 zu sein. Aber es ist bescheuert, dann auf 20 zu machen.“ Leider regiert aber der Jugendwahn, der aus Norma Desmond eine verzweifelte Frau macht, die nicht zu ihrem Alter stehen kann (und will), weil das, wofür sie gelebt hat, sie nicht mehr will: der Film in Hollywood.

Musical kann Spaß machen, erst recht, wenn die Musik Spaß macht. Swing und swingartige Musik macht großen Spaß, macht Laune, selbst zu tanzen. Die Standing Ovations am Ende des 1. Akts und zum Schluß sind jedoch aufgrund der technischen Schwächen und schlechten Textverständlichkeit nicht nachzuvollziehen. Schade eigentlich.

Sunset Boulevard, Musical von Andrew Lloyd Webber nach einem Film von Billy Wilder (1950) am Theater Dortmund.

 

Weitere Aufführungen:

https://www.theaterdo.de/detail/event/1238/?not=1&cHash=8f9b5dce97f0bdeab0629eb932843d6b&sword_list%5B%5D=Boulevard&no_cache=1

Standard
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Allgemein, FAHRRAD, Gesellschaftskritik, Radverkehr, Stadtrundfahrt

Offener Brief an die Polizei Dortmund und die Stadt Dortmund: Zugeparkte Radwege

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Lange , 

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Sierau,

Sehr geehrte Damen und Herren . 

Heute auf dem Weg zum Stadion (Fußballspiel am 3.12.2016 BVB – Borussia Mönchengladbach)  musste ich erneut feststellen ,  daß ein Polizeifahrzeug den Radweg in der Wittekindstrasse auf Höhe des Südwestfriedhofs blockierte (ca. 14 Uhr).

Kennzeichen : NRW -4-1063 .

Unter der Brücke in der selben Fahrrichtung blockiert zusätzlich ein Polizei -Motorrad den ohnehin zu schmalen Radweg.

Ein anderes Mal wurde ich von einem Polizisten aus dem Auto heraus angewiesen, in der Borsigstraße auf der Höhe Bornstraße den Radweg zu benutzen. Auf diesem Abschnitt ist er benutzungspflichtig (Beschilderung), aber höchstens 100 m lang. Danach muß man auf die Fahrbahn wechseln – kein ungefährliches Unterfangen bei der stark befahrenen Borsigstraße. Heute nun findet durch den zugeparkten Radweg eine genau widersinnige Anweisung durch einen Vertreter ein und des selben Berufsstandes statt. Wer das verstehen mag, der oder die soll mir das erklären.

Ich bitte Sie  auch als Mitglied des ADFC bei aller gebotenen Bedeutung Ihrer Arbeit in Zukunft nicht die Radwege zu blockieren. Die Polizei ist für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer -/innen verantwortlich . Deshalb kann es nicht sein, dass man auf die Fahrbahn ausweichen soll weil der Radweg besetzt ist! Daher mutet der Kommentar des Polizisten den ich im Auto ansprach auch sinnlos und unverschämt an,  ich solle doch, nachdem ich aus Not vom Radweg auf die Straße gewechselt war,  gleich die Fahrbahn wieder verlassen.

Man stelle sich vor, jemand würde einfach so einen Gegenstand, der etwa so breit ist wie ein Auto, einfach so auf die Straße stellen, damit eine Fahrspur blockiert ist. Sofort gibt es – zu Recht – Beschwerden, in allen lokalen und regionalen Medien wird gewarnt und berichtet, man solle an dieser Stelle, die eine „Gefahrenstelle“ sei, vorsichtig fahren, vielleicht hätten sich  schon Unfälle ereignet. Jede und jeder zeigt Verständnis dafür. Deshalb empfinde nicht nur ich als Radfahrerin die Reaktion des Polizisten heute als Affront. Wir Radfahrerinnen und Radfahrer könnten jeden Tag zu jeder Stunde ständig Beschwerden über Hindernisse, schlechte, weil unebene und gefährliche Oberflächen auf Wegen, zu enges Auffahren von Autofahrer-/innen u.a. einreichen!

Es ist nicht das erste Mal dass ich feststellen muß dass Radfahrer nicht ernst genommen werden , obwohl sie schon immer Teil des Alltagsverkehrs sind. Wohl muß erst ein Radfahrer, der oder die am besten noch mit einem Polizisten bekannt oder verwandt ist, wegen des sinnlosen und gefährlichen Ausweichens auf die Fahrbahn sterben,  bevor allen Autofahrern klar und bewusst wird dass Radwege keine Park -und Halteplätze sind! Jede-/r die oder der heute Auto fährt  kann morgen ein/-e Radfahrer -/in sein. Daher ist es unverständlich ,  daß Radfahrer -/innen nicht ernst genommen und ihnen schon bei der Straßenplanung und dann im Alltag  kein Platz noch Existenz im Straßenverkehr zugerechnet und zugestanden wird .

 

Noch ein Hinweis an das Ordnungsamt der Stadt Dortmund, das für den „ruhenden  Verkehr“ , also die parkenden Autos zuständig sind:

es ist zunächst verständlich, wenn es die gesetzliche  Regel gibt, daß man bis zu 4 Minuten parken dürfte, ohne daß es eine Gesetzeswidrigkeit darstellt. Jedoch hat kaum jemand Zeit und Lust, bei jedem Fahrzeug, das den Radweg zuparkt (weil den Autofahrer-/innen gar nicht bewußt ist, daß sie hier nicht parken dürfen!), diese 4 Minuten abzuwarten. Fakt ist, daß nichts, gar nichts das Zuparken von Radwegen durch Privatfahrzeuge rechtfertigt.

Die Behörden sind aufgerufen, gegen motorisierte Falschparker von Radwegen genauso streng vorzugehen als wie sie an anderen Plätzchen Knöllchen verteilen. Ganz gleich, ob es sich um Imbiß-Einkäufer am Borsigplatz handelt oder um gedankenloses Anhalten, weil man „mal schnell Zigaretten braucht.“ Die Häufigkeit, wenn Lieferant-/innen oder Rettungsfahrzeuge Radwege zuparken, ist im Vergleich zu Privatfahrzeugen sehr gering und zumindest bei den Rettungsfahrzeugen gerechtfertigt.Bei Rettungsdienst-Fahrten geht es um die Gesundheit von Menschen. Ein Polizeifahrzeug, wenn es nicht gerade akut im Einsatz ist (heute war nichts dergleichen zu erkennen, also aktive Täterverfolgung etc.) sollte dagegen den Platz wechseln, um den Radweg, der oft die Fahrbahn des Radlers/der Radlerin ist, nicht zu blockieren. Speziell auf der Wittekindstraße Richtung Stadion fährt man als Radlerin aus Sicherheitsgründen lieber auf dem Radweg, weil der motorisierte Verkehr dort sehr stark ist und durch die Zubringer zur B1 oftmals schnell und oft genug rücksichtslos unterwegs ist. Man stellt sich ja auch nicht einfach mal auf die Fahrbahn, wenn es sich nicht gerade um einen erfolgten Verkehsunfall handelt und das eigene Fahrzeug nicht fahrtüchtig ist.

Mit verärgerten Grüßen

 

Angelika Steger

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Allgemein, Gesellschaftskritik, Technik im Alltag

Die unendliche Geschichte des Semestertickets NRW

„Ihr Semesterticket ist in diesem Format nicht gültig!“ So fauchte mich gestern eine schnepfige „Zugbegleiterin“ zusammen mit ihrem siebengescheiten Kollegen an. Ich saß im Zug Richtung Lüdenscheid. Seitdem ich in NRW studiere wundere ich mich über die Form des Semestertickets: ein pdf-Dokument, das man zugeschickt bekommt und ausdrucken soll. Statt diesem Stück Papier kann man auch das pdf-Dokument auf dem smartphone-Bildschirm vorzeigen – obwohl das dann sehr klein ist – auch mit QR-Code. Sehr logisch.

Das uniformierte Paar im Zug will mir weismachen, daß mein Semesterticket ungültig sei, weil es nicht im Format A4 ausgedruckt ist. Ich sehe die beiden verwundert und auch verärgert an. Sie ließen es noch einmal durchgehen – aber das sollte ich mir merken! ich komme aus dem Staunen und Ärger über soviel Unverschämtheit und mindestens 5 Minuten dauernder Korinthenkackerei nicht mehr heraus. Als die beiden abziehen, denke ich mir meinen Teil: keine schönen Worte sind das. Später auf der Rückfahrt wird mir nur eines der beiden Gscheiderle begegnen, das dann plötzlich gaaanz ruhig ist. Nicht mal nach der Fahrkarte wird mehr gefragt.

Ich habe Verständnis dafür, daß man als Studierende nicht nur das Semesterticket, sondern auch den Personalausweis vorzeigen soll. Das mache ich auch. Aber eine Fahrkarte im Format DIN A4 ausgedruckt mit sich herumtragen??? Geht´s noch???

 

Sehr entehrte Zugbegleiter dieses Zuges, der gestern am Dienstag den 15.11.2016 um 16.34 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof Richtung Lüdenscheid abfuhr. Hallo an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr = VRR und an die DB Regio NRW.

Ich will nur weißfahren, deshalb habe ich meine Fahrkarte dabei. Allerdings, wenn man mir so kommt wie gestern ein Hinweis: ich bin nicht Ihr Mülleimer für Ihre schlechte Laune, weil Ihre Arbeitsbedingungen immer schlechter werden oder weil man Streit mit anderen Zugfahrgästen, Familie oder Kollegen oder dem Ehemann oder blabla… hatte. Dafür bin ich nicht verantwortlich, ich kann das höchstens bedauern. Denn was anderes kann nicht der Grund dafür gewesen sein, so angefaucht zu werden.  Ich verlange auch keine großartige Freundlichkeit von Zugbegleitern. Aber so wie ich gestern angemotzt und beschuldigt  wurde: DAS GEHT SO NICHT!

Ich kann mit der Hilfe von der DB Regio und dem VRR in Zukunft natürlich gern Ihrem Wunsch nachkommen, mein Semesterticket im Format DIN A4 mit mir herumzuschleppen. Dann im von Ihnen finanzierten Goldrahmen – oder besser grün-metallicfarbenem Rahmen – das paß zum VRR – und immer mit Butler, der mir dann das schwere Ding von Zeit zu Zeit abnimmt. Auch der Butler: bezahlt vom VRR. Soll laut DIE PARTEI Dortmund ohnehin der Verkehrsverbund mit den teuersten Fahrkarten in Deutschland sein. Aber wehe, wenn dann mal im Bahnhof ein Lastenaufzug für mein schwergewichtiges Semesterticket nicht funktioniert.

Tour Beginn in JenaNord

In Thüringen ist der Sachverhalt Semesterticket (=Fahrkarte) – Studierendenausweis – Kopierkarte – Bezahlfunktion wesentlich besser geregelt. Dort hat man eine Karte für alles, auf der Karte ist der Name, das Geburtsdatum und ein Paßbild vermerkt. Außerdem ist die „Thüringer Hochschul- und Studentenwerkskarte“, kurz thoska auch der Bibliotheksausweis. Gelegentlich wünschen die Zugbegleiter auch das Vorzeigen des Personalsausweises.

http://www.uni-jena.de/thoska.html

Die thoska, das bedeutet: 1 Format, 1 Karte – und keine ewige Debatte darum, ob groß oder klein, dünn oder dick, gerahmt oder lose.Die Gültigkeit wird durch einen zu Semesteranfang erfolgenden Stempel angezeigt.

Das Land Nordrhein-Westfalen und alle Universitäten sollten dringend über diese Art der Studierendenkarte nachdenken.

 

Protestaktion von DIE PARTEI DORTMUND zu den hohen Fahrkarten-Preisen des VRR:

https://www.die-partei-dortmund.de/blog/mahnwache-schwarzfahren-muss-bezahlbar-bleiben/

 

 

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Allgemein, Gesellschaftskritik

Neue Serie: Jenseits der Lobhudelei. Was an der TU Dortmund nicht funktioniert. Heute: Kein Kaffee in der Otto-Hahn-Straße 12.

Der andere Blick – aus dem Tal heraus

Es gibt einiges, daß an der Technischen Universität nicht gut läuft. Das „Technische“ funktioniert oft nicht richtig oder gar nicht. Die Häufigkeit dieser Fälle läßt mich die Serie „Jenseits der Lobhudelei. Was an der TU Dortmund nicht funktioniert“ ins Leben rufen. Zu einigen Dingen habe ich die zuständigen Stellen bereits angeschrieben gehabt, oft kam eine Antwort zurück, daß man nichts ändern könne.

 

Es ist klar: auf der eigenen Website und in den Newslettern will sich jede und jeder von ihrer oder seiner besten Seite zeigen. Allerdings empfinde ich bei all den nicht funktionierenden Dingen die Nachrichten im Newsletter und auf der TU-Website als irritierend und nervend. Erst recht auch deshalb, weil es immer lange dauert, bis sich was ändert – wenn sich überhaupt was zum Guten ändert.

Der andere Blick vom Berg ins Tal

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Blick von der Otto-Hahn-Straße 12 auf den Campus Nord

Im Gebäude Otto-Hahn-Straße 12 befindet sich der Fachbereich Informatik und das itmc-Service-Zentrum. Ich wollte dort mich wegen des WLANs für Smartphone und Laptop beraten lassen.

Ganze 15-20 Minuten dauert es, bis man vom Mensagebäude in die Otto-Hahn-Straße hinauf gelaufen ist.Im Tal, wo das Mensagebäude, die Emil-Figge-Straße 50, (dort sind  u.a. der Musikjournalismusstudiengang und einige sozialwissenschaftliche Fächer beheimatet) dauert der Weg mindestens noch 5 Minuten länger. Der Blick der „Talbewohner-/innen“ reicht meist nur bis zur Otto-Hahn-Straße 3, wo der Hochschulsport zu finden ist.

Nicht viel Zeit die man dafür braucht,  mag man denken. Zwischen den Vorlesungen mal Luft schnappen und etwas Bewegung haben…

Doch der Eindruck täuscht. Wenn man auf dem Berg nur 30 Minuten Zeit zwischen Lehrveranstaltungen hat, bleibt keine Zeit, 15 Minuten hin und zurück zum Mensagebäude zu laufen, um sich Essen zu besorgen. Nicht jeder Dozent/jede Dozentin duldet es, wenn man im Seminar ißt und es macht auf Dauer auch keinen Spaß, in Unruhe zu essen. Ganz abgesehen davon, daß FastFood auf Dauer ungesund ist. Besser wäre, in Ruhe außerhalb von Lehrveranstaltungen essen – und auch genießen (!) zu können (auch wenn die Mensa kein Feinkostladen ist. Das Essen hier an der TU Dortmund bzw. vom Studierendenwerk Dortmund hat aber eine bessere Qualität als in Jena).

Nachdem ich heute in der Otto-Hahn-Straße 12 beim itmc-Center war wurde auch klar, warum „Die Liste“ (Studentengruppe von „Die Partei“) einen Transrapid zur OH12 fordert.

Und was macht man dann als Informatiker-/in?

Der Fachschaftsrat Informatik hat seit 2007 einen eigenen Kiosk, um seine Studierenden zu versorgen. Tolle Sache, die Lob und Anerkennung verdient.(Link am Textende). Aber das kann nicht die alleinige Lösung für die Versorgung der Studierenden in der Otto-Hahn-Straße sein. Schließlich benötigt auch ein Kiosk Leute, die ihre Studienzeit für die notwendige Arbeit am Kiosk opfern. Das Studierendenwerk Dortmund sollte an diesem Platz zumindest eine kleine Cafeteria eröffnen. Als Studentin oder Student hat man wirklich andere Sorgen, als sich auch noch selbst Lebensmittel an den Ort zu bringen, wo man studiert und zu lagern, um während des Studiums versorgt zu sein.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Neueröffnung einer Cafeteria ist jedoch sehr gering, wenn man sieht, daß manche Schalter z. B. in der FoodFakultät zeitweise geschlossen bleiben  (z. B. der Schalter für Milchkaffee und verschiedene Tees und Kakao). Auf Nachfrage ist zu erfahren, daß nicht genug Personal da sei.

Die Leitung des Studierendenwerks Dortmund ist aufgerufen, mehr Leute einzustellen und Geld bereitzustellen, damit in der versorgungstechnischen Diaspora Otto-Hahn-Straße 12 und Umgebung eine Cafeteria eröffnet werden kann. Auch um den Preis, daß in der FoodFakultät nicht immer alles verfügbar ist; zumindest ist dieser Laden für Studierende und Lehrende gut erreichbar.

 

 

Website des Fachschaftsrates Informatik:

https://fsinfo.cs.uni-dortmund.de/ags/kiosk/start

 

 

 

 

 

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