Kinder auf´s Rad! DAS war die Kidical Mass in Dortmund am 18. September 2021

Kein durchgängig strahlender Sonnenschein, aber gutes Wetter und kein Sonnenbrand – das waren gute Voraussetzungen für die Kidical Mass im September 2021. Ich war als Ordnerin beim Zubringer in Eving, einem Stadtteil im Norden, dabei. Es waren nur wenige Kinder, die kamen, ein Polizist sprach scherzhaft von einer „1 zu 1-Betreuung.“ Alle Zubringer und die Kidical Mass-Hauptroute wurden von der Polizei Dortmund begleitet. Manch einer musste dabei seine Fahrkünste zur Schau stellen, wenn man schnell wieder nach vorne fahren wollte, um die nächsten Querstraßen abzusperren. Das sorgte für Verwunderung und ließ manche(n) die Nase rümpfen.

Am Nordmarkt war der nächste Zubringer geplant. Es kamen ein paar Kinder, aber niemand aus der Bevölkerungsgruppe, die den Großteil der Nordstadt ausmacht. Sehr schade. Dabei waren viele Kindergärten mit Infomaterial versorgt worden. Es braucht wohl in Zukunft eine Art Multiplikatior*innen, die dafür sorgen, daß auch Migrantenfamilien bei der Kidical Mass dabei sind. Schließlich gehören diese Menschen auch dazu! Nur zwei oder drei schwarze Kinder konnte ich später im Tremoniapark entdecken.

Die Kidical Mass war eine für Erwachsene zwar kurze und angenehme Tour. Hier und da freundliche Gespräche, die Kinder hatten auch ihre Freude am Radfahren. Nur am Ende, als die eigentliche Kidical Mass im Tremoniapark schon zu Ende war, war hier und da Geplärre zu hören, weil ein Kind hingefallen war etc. Gehört eben auch dazu. Es war für mich schön zu beobachten, daß das den Eltern nicht egal war, diese aber auch nicht überbesorgt wie die Stasi alles überwachen mussten. Dass dies nur ein kleiner Ausschintt aus dem Leben der Anderen sein kann, ist mir klar. Ich fühlte mich wohl unter diesen Leuten. Hier muss nicht ständig erklärt werden, was man tut und warum, hier kann man sich sicher fühlen, weil jede-/r den/die anderen respektiert und beobachtet. Und man tut etwas, wovon man gemeinsam überzeugt ist: für sicheres Radfahren im Alltag demonstrieren.

Es war auch schön, Freunde bei der Kidical Mass treffen zu können, die dabei waren (einer war sogar aus Köln angereist), obwohl sie keine kleinen oder jugendlichen Kinder mehr haben oder diese nicht dabei waren. Etwas, was mir während des harten sogenannten lockdowns sehr gefehlt hatte.Vor dem Herbst graust es mich allerdings. MOmentan sieht es nicht so aus, als ob die Politik es schaffen würde, den Coronavirus wirklich unter Kontrolle zu bringen. Nicht auszudenken, wenn wieder alle Konzerte, Radtouren etc. abgesagt werden müssen, um eine Übertragung des Virus zu verhindern.

Teilnehmende sammeln sich auf dem Friedensplatz. Foto: A. Steger
Eine Aktivistin von Fridays for Future Dortmund kündigt den Klimastreik am 24.09.21 an. Vorher gab es eine Ansprache zur Kidical Mass selbst. Fotos: eigene Fotos

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