Allgemein, Gesellschaftskritik

Zum Weltfrauentag am 8. März 2017

Zum Weltfrauentag 8. März. Vor allem, aber nicht nur an die Männer.
Es ist schön, was geschenkt zu bekommen. Für die eine ist es vielleicht ein teurer Nagellack, den sie sich wünschste aber nicht selbst leistete oder ein teures Stück Kleidung. Oder ein neues Bauteil für das Fahrrad oder gleich ein neues Rad. Materiell alles brauchbar aber:
„we don´t fight for flowers.“
Es geht am 8. März nicht darum, gegen materiellen Notstand zu kämpfen, weil es den Frauen an schönen Blumen, Nagellack oder teuren Fahrrädern fehlt. Oder an einem „Bad in Eselsmilch“ (Danke Chantal Eberle von Geiersberg für diesen lustigen Einfall. Ich weiß schon, woher der kommt). Was fehlt und wofür gekämpft werden muß sind die gleichen Rechte, wie sie Männer schon immer haben.


An die Männer, die das „Aufgemotze“ heute nicht verstehen können: wer seine Rechte schon hat und diese als selbstverständlich gegeben hinnimmt, der braucht nicht drum kämpfen. Deshalb gibt es den Internationalen Frauentag am 8. März.

Ihr seid jetzt hilflos, was Ihr nun machen sollt, liebe Männer?
Was materielles kaufen ist einfach.
Das bringt aber niemanden weiter.
Was heute und nicht nur heute z. B. zählt ist: ungefragt erkennen, was not tut. Und wenn es nur sowas profanes wie Hausarbeit ist, die getan werden muß. Oder glaubt Ihr ernsthaft, uns Frauen macht Geschirrspülen Spaß?? Nee!
Deshalb: mit anpacken. Und zwar nicht nur heute. Bei profanen Dingen wie Hausarbeit genauso wie beim Einsatz für gleiche Bezahlung. Unter Männern zählt doch auch: gleiche Leistung für gleiche Arbeit. Warum werden Frauen immer noch wegen ihres Geschlechts benachteiligt?
Und: bei blöden Sprüchen über Frauen nicht mitmachen. Auch wenn das nicht einfach ist – weil Mann es oft oder gar schon immer so gemacht hat.
Nicht gleich abwertend sowas sagen wie „typisch Frau! die kann das nicht!“ wenn einer Frau was nicht gleich gelingt.. Und ja, mich nerven auch Frauen, die sich im Straßenverkehr blöd verhalten oder bei PC-PROBLEMEN gleich nach dem Mann rufen, anstatt zuerst selbst Bach Lösungen zu suchen. Das hätte einem Mann auch so passieren können. Leider haben noch nicht alle Frauen das Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein um so sicher aufzutreten wie die meisten von Euch Männern.
Ah und an die Belegschaft von Herrn Zuckerberg und Kollegen: ich brauch jetzt keine Kosmetik- und Blumenwerbung oder ähnlichen Kram. Klamottenwerbung reicht schon. Mein Kleiderschrank ist inzwischen gut bestückt. Maler- und Lackiererarbeiten lasse ich von den Damen und Herren in den weißen Arbeitsanzügen mit Farbeimer ubd Pinsel machen. Und als ausgebildete Friedhofsgärtnerin erkenne ich Blumen sehr bald an der Qualität, die sie haben.

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