Allgemein, FAHRRAD

Ruhrgebietserkundung heute: der Ruhrtalradweg Hattingen > Essen

Nach soviel politischen und ernsten Themen in Sachen Radfahren heute mal ein paar schöne Bilder vom Ruhrtalradweg, den ich heute am Pfingstmontag erstmals befahren habe. Leider nicht ganz so wie geplant, weil ich aus unerfindlichen Gründen das ADFC-Tourenbuch „Ruhrgebiet West“ zuhause gelassen habe. So landete ich nicht wie geplant beim Baldeneysee sondern folgte dem Weg nach Essen-Steele (Steele? Ja, da war doch was, knurr…. https://fahrrad3gruen.wordpress.com/2016/05/01/hergestellt-fuer-aldi-muelheim-an-der-ruhr/ ) und von dort aus zum Essener Hauptbahnhof. Und juhuuu! Auch ohne Plan und Navigationssystem schaffte ich es ohne Probleme zum Hauptbahnhof. Im Buchhandel konnte ich keinen Fahrradstadtplan Essen entdecken, sehr wohl aber nun auf der Seite der Stadt Essen (also das Bestellformular). Und das, obwohl ich nach was anderem gesucht hatte.

Start der Tour: Bahnhof Hattingen an der Ruhr. Schön gemacht der Bahnhof, wirklich.Hat auch eine Art Café (oder ein Kulturzentrum) inne.

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Und ein paar Meter raus aus dem Bahnhof gibt es noch mal ein Eiscafé. Dort verdaute ich bei einer Tasse Kaffee erst mal den Ärger  über die vergessene Landkarte.

Die Ampelführung ist leider schlecht: am Ende der Zufahrtsstraße zum Bahnhof Hattingen gibt es keine Möglichkeit, den gegenüberliegenden Weg entlang der Straße zu erreichen (weil Leitplanken diesen Weg von der Straße abgrenzen inkl. einem Zaun). Man muß also zuerst dem Autoverkehr rechtsabbiegend folgen. Dann rechts einbiegen – und schon ist man auf dem Ruhrtalradweg.

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Mehrere Rad-Fernwege gehen hier entlang: der Ruhrtal-Radweg, die Dt. Fußballroute und die Route Industriekultur.

Zweimal muß man diese seltsamen Tore hier passieren. Zwar sind sie sogar zu öffnen (an der rechten Spitze des Dreiecks), wenn man auf dem Rad sitzt (dank Metallfedern ), aber leicht nervig ist es schon. Den Sinn des ganzen ist mir unbekannt.

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Bebauung an der Ruhr fast wie am Phönix-See Dortmund.

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Im weiteren Verlauf des Ruhrtalradweges werden einige Vorurteile gegen das Ruhrgebiet entkräftet: dass es kein Grün und nur Dreck gäbe. Mit Niedergang der Bergbauindustrie ist der meiste Dreck verschwunden.

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Die Flußbewohner-/innen sagen auch Guten Tag. Da drosselt man doch gern mal das Tempo…

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Auf zum Schwimmunterricht 😉

(…wenn die Menschen nur nicht im Weg wären. Und die komschen Sachen, die sie da an ihren Füßen haben… oder das komische Ding, auf dem die da sitzt und was Schwarzes in der Hand hat 😀

GÄNSEMARSCH

 

und dann… Gruppen-Schwimmunterricht! Eine ganze Flotte von jungen Gänsen!

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Gut escortiert von den Elterntieren…

 

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Für Landbewohner-/innen ungewöhnlich: eine Ampel am Wasser. Schleuse. (Wo genau, konnte ich nciht herausfinden).

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Auch eine interessante Idee, Teile des Turmes mit Glas auszukleiden. Ich mußte bei dem gelben Glas an was ganz anderes denken:  an den immer wieder verwendeten  Weihnachts-Fensterschmuck in meinem Elternhaus.

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Bald nach dieser Brücke habe ich ein handbemaltes und signiertes Tuch gefunden. Da ich selbst vor einigen Wochen eine eigens gehäkelte Mütze verloren habe (dass es niemand für nötig hielt, diese dem Fundamt zu geben ärgert mcih immer noch sehr) und den Wert von Hand-Arbeit kenne, zeige ich die Bilder des Tuchs hier. Der oder die Besitzerin darf sich gerne melden; soll wenigstens in diesem Fall ein handgefertigtes Stück wieder zur Besitzerin zurückkommen.

 

 

Ausblick auf die Ruhr (Bild wirkt dunkler als es tatsächlich gewesen war).

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Würde morgen nicht wieder der ’normale‘ Alltag losgehen, ich würde morgen den Weg noch mal fahren – und dann  aber zum Baldeneysee.

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8 Gedanken zu “Ruhrgebietserkundung heute: der Ruhrtalradweg Hattingen > Essen

  1. Pingback: Kein Zug mehr – doch es rollt: Nordbahntrasse Wuppertal | fahrrad3gruen

      • Michael schreibt:

        Bin da in der Gegend aufgewachsen, aber schon vor fast einer Dekade weggezogen, deshalb finde ich es unterhaltsam, das aus einer Perspektive erzählt zu bekommen, aus der heraus alles neu und aufregend ist. Die Stadt Essen, abseits der Ruhr, finde ich aber selbst auch aufregend und verwegen. Und so groß. Viel Vergnügen da!

        War eigentlich nicht sooo der große Radfahrer im Ruhrgebiet; habe z.B. die Erzbahntrasse in Bochum häufiger zu Fuß als mit dem Rad genutzt. Diese ganzen neu gebauten Radwege der vergangenen Jahre habe ich nur in ihrer alten Inkarnation als stillgelegte und leise rostende Eisenbahnstrecken vor dem geistigen Auge… vor ihrer ungeahnten Wandlung vom lauschig-abenteuerlichen Geheimtipp hin zum weltlichen Alltagsradweg. Böh. Aber da entlangfahren würde ich dennoch gerne mal.

        Diese Dreieck-Metallfeder-Tore halte ich übrigens aus heutiger Sicht für reine Radfahrenden-Gängelung, die ich aber seit der Kindheit kenne und deshalb bis jetzt für total normal gehalten hatte. An der Ruhr irgendwo zwischen Kemnader See und Hattingen Kosterbrücke gibt (oder gab?) es hingegen sinnvolle Metalltore, die das Vieh auf der Weide halten sollten.

        Gefällt 1 Person

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