Allgemein, FAHRRAD

„Hergestellt für ALDI Mülheim an der Ruhr“

…und dann wird „Mülheim“ auch noch ohne „h“ geschrieben!

Meine Eltern waren Aldi-Süd-Einkäufer. „Mülheim an der Ruhr“ war für mich ein abstrakter Begriff, eine Stadt, irgendwo weit weg im Westen dieses Landes.

In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder was vom „Radschnellweg Ruhr“ = RS1 gelesen. Heute wollte ich das fertige Teilstück davon einmal testen – und der RS1 beginnt in dieser Stadt „Mülheim an der Ruhr.“

Leider ist dieses Teilstück auf der KOMPASS-Karte (Verlagsname) nicht ausgezeichnet. Ich werde mir demnächst die Karte „Ruhrgebiet West“ vom ADFC besorgen müssen. Schön, dass der RS 1 gleich am Hauptbahnhof von Mülheim losgeht, Ausgang auf der Seite der Radstation.

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Die Radstation befindet sich links neben dem rondellförmigen Ein-/Ausgang zum Hbf Mülheim.

Wenn man meist in fahrradfeindlichen Städten gelebt hat, in denen die Radfahrerin und der Radfahrer als lästiges Insekt betrachtet wird, das man als AutofahrerIn am liebsten totschlagen möchte kann man kaum glauben, dass diese Auffahrt nicht für Autos, sondern für Fahrradfahrer gedacht ist (auch wenn sie für stinkende Blechkisten natürlich breiter sein müßte). Hier die Beschilderung am Beginn der Auffahrt zum RS 1.

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Die Auffahrt wie bei einer Auto-bahn, aber eben für FAHRRADFAHRER-/INNEN!

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Und dann der RS1. Nicht überall so schön breit und geräumig, dennoch… wenn man das zum ersten Mal sieht mag man gar nicht glauben dass es auch Wege gibt, auf denen Fußgänger-/innen und Fahrradfahrer-/innen genug Platz finden, damit es nicht ständig Krach gibt.

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Blick in Fahrtrichtung Essen.

 

 

Hier soll es einmal weitergehen… eine Durchquerung des gesamten Ruhrgebietes soll der RS1 einmal sein. Hoffentlich geht es bald weiter!

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Auf der Strecke.

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Links die aktive Bahnstrecke, der Radschnellweg 1 läuft hier auf einer ehemaligen Bahnlinie. Bahnfans, die hier radeln sei empfohlen, nicht nur die Fotokamera mitzunehmen sondern auch Werkzeug und wenn vorhanden, den Fahrradanhänger zum Elektroangetriebenen Fahrrad. Denn am Wegesrand befinden sich immer wieder alte Steine mit km-Angaben sowie eine alte Signalanlage. Das macht sich richtig schmuck im eigenen Bahnfan-Garten!

Ähnlich wie auf der Autobahn finden sich unterwegs Wegweiser. Allerdings im Boden eingelassen. Kluge Sache.

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Und das hier ist ein Beispiel für eine Ausfahrt.

Es ist auch bei stärkerem Radl- und Fußgängerverkehr wunderbar, auf dem RS 1 zu fahren. Man kann das Rad rollen lassen, ohne dass man ständig auf Hindernisse oder Abbiegungen achten muß. So bekommt man beim Radeln den Kopf frei, kann belastendes besser verarbeiten!

Auf den roten Quadern ist meist eine Bank angebracht. Und hier der Name der ehemaligen Bahnstrecke.

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im weiteren Verlauf ist der RS 1 leider nicht mehr asphaltiert, auch die Fußgängerspur fehlt. Aber gut, wenigstens ist er weiterhin ein einigermaßen breiter Weg.

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Vorbei am künstlich angelegten Niederfeldsee.

Wer sich für den ganzen Geologie- und Landschaftsbaukram interessiert, ist bei dieser Tafel richtig.

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Durch dieses rote Tor muß man fahren…

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Doch kurze Zeit später gibt es auf der rechten Seite des Sees 2 weitere rote Tore.

Ist ja schön, wenn so ein roter Rahmen konstruiert wird. Allerdings fand ich das verwirrend. Es sieht von vorne aus wie ein Tor, das man durchfahren kann. Eine Auffahrt führt dorthin.  Doch man kommt nur zu einer Aussichtspalttform. Das „rote Tor“ ist auf einer Art Aussichtsplattform und man würde gegen den Zaun prallen, würde man auf das Tor zufahren. Unterhalb des einen „Tores“ ist der Abhang zum einen Teil des Sees. Gegenüber am anderen Ufer ist der andere rote Rahmen. Könnte man glatt eine Seilbahn darüber spannen! 😀

Und dann ist auch schon wieder Ende mit dem RS 1... bzw. der bisherige Anfang. Kurz vor Essen…

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..und dann ist wirklich das Ende, bzw. der Anfang des Ruhrschnellweges 1 erreicht.

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Eine freundliche Radlerin, die mich Karte studieren sah gab mir Auskunft. Ich wollte noch wenigstens bis Bochum weiterfahren – denn die paar Kilometer auf dem RS 1 , das ist wirklcih ein Witz für Sonntag nachmittag. Ich sollte nach Essen-Steele fahren und dann würde ich den RuhrRadweg Richtung Bochum und Dortmund erreichen. Es hörte sich einfacher an, als es dann wirklcih war.

 

Die Wegemarkierung hörte an der Luegstraße auf.
Hier die letzte Wegmarkierung am Eingang der Luegstraße.

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Nach ein paar Mal Hin- und Herfahren war es mir dann zu blöd, noch weiter bergab ins unbekannte zu fahren, um dann doch wieder umzukehren. Die Wegeauskünfte von 2 Hundespaziergängerinnen waren nicht hilfreich. Gefrustet bin ich dann wieder zum Essener Hauptbahnhof zurückgekehrt (glücklicherweise ohne Stadtplan gefunden).Ich steige nicht gern in Essen Hbf ein, weil es nervendaufreibend ist, wer sich dort alles rumtreibt und die Wege für die Reisenden blockiert.  Auch das Navigationssystem des Mobiltelefons nutzte nichts, weil das verdammte Ding kein GPS-Signal fand. Wenn hier jemand aus Essen mit guten Fahrradwegekenntnissen diesen meinen Beitrag liest, darf sie oder er gern kommentieren und mir Tips für meine nächste Tour von Mülheim nach Essen auf demRS1 und dann weiter nach Bochum – Dortmund geben. Die Krux ist (mal wieder), durch die verdammte Stadt zu kommen.

Ich werde wohl in der nächsten Zeit ein ganzes Arsenal an (Fahrrad-)stadtplänen von Städten in NRW haben. Damit solche sinnlosen Irrfahrten von 1 Stunde nicht mehr sein müssen.

 

Das Projekt Radschnellweg Ruhr:

http://www.rs1.ruhr/radschnellweg.html

 

Die Petition für eine zügigere Umsetzung des Fortbaus des RS1:

Nur noch wenige Tage zum Unterschreiben! (1.05.2016 aktueller Stand)

https://www.adfc-nrw.de/aktuelles/petition-rs1.html

 

 

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9 Gedanken zu “„Hergestellt für ALDI Mülheim an der Ruhr“

  1. Die Steine bleiben bitte da, wo sie sind,… 😉

    Netter Artikel.

    Es lohnt sich das Abbiegenauf den grugaradweg, runter zum baldeneysee und dann Richtung Bochum… Der direkte Weg ist schwerer. Alternativ gibt es die Nordroute durch Stadt nacht über Zollverein, Kray-Wanner-Bahn und Erzbahnbude bis zur Jahrhunderhalle Bochum…

    Seiht man hier gut, ist quasi das „rote Dach“ in der Mitte bei Gelsenkirchen… http://www.achim-bartoschek.de/karten/k_de04.htm

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  2. Matthias schreibt:

    Schöner Bericht. Zur Frage der Weiterfahrt nach Bochum habe ich zwei Vorschläge, die aber auf jeden Fall besser sind, als das was du da versucht hast;)

    Der erste Vorschlag wäre vom RS1 direkt auf die Grugatrasse nach Steele runter zu fahren. Von da dann weiter über den Ruhrtalradweg bis Bochum Dahlhausen und von dort über den Springorumradweg direkt in die Bochumer Innenstadt (alternativ den Ruhrtalradweg weiter Richtung Dortmund).

    Hier als Tour bei Komoot https://www.komoot.de/tour/9087496?ref=wtd (einfach runterscrollen, dann kannst du dir die Tour auch unangemeldet angucken. Wenn du die GPX Datei brauchst kannst du mir auch ne Mail schreiben).

    Der zweite Weg führt am Ende des RS1 zwar ein paar Kilometer durch die Essener Innenstadt, dann aber hauptsächlich an Kleingärten vorbei zu einer alten Bahntrasse deren Namen mir nicht bekannt ist. Über diese geht es dann zur Bochum Erzbahntrasse und über diese direkt in die Bochumer Innenstadt.
    https://www.komoot.de/tour/9087633?ref=wtd

    Beide Wege kann ich nur empfehlen. Die Wegequalität ist schon sehr ordentlich und fast die ganze Strecke ist auf eigenen Wegen. Mit dem RS1 wird der Weg nach Bochum nur etwas kürzer und direkter, wenn man aber nicht gerade pendelt sind die beiden Wege auch super.

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  3. Henning schreibt:

    Netter Artikel, schöne Fotos. Ich bin den Weg letztes Wochenende von der Gruga kommend auf dem Weg zur Fahrradsternfahrt in Düsseldorf das erste Mal gefahren und bin begeistert. Freue mich schon auf die Fortsetzung.
    Der Absatz mit dem Werkzeug und der Signalanlage geht aber leider gar nicht. Das ist ja geradezu ne Aufforderung zum Diebstahl! Wäre doch schade, wenn alles zerstört wird und sich andere Bahnfans nicht mehr daran erfreuen können…

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    • Nun, das mit den Bahnsignalanlagen war ironisch gemeint. Weil ich weiß, dass es Leute gibt, die sich sowas in den Garten stellen. Ist mir völlig unverständlich, aber bitte, es ist nicht mein Garten. Außerdem sind die Dinger schon schwer und unhandlich, daher glaube ich nicht, dass man die Reste, die am Rand vom RS1 sind, so einfach mitnehmen kann.

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