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Wo es beim Radverkehr Jena noch kräftig hakt! Heute: Steinweg

Der Steinweg verbindet zusammen mit der Camsdorfer Brücke (diese führt über die Saale) die Innenstadt Jenas mit Jena- Ost.  Die Strecke ist nicht weit, man fährt sie, um sich am schönen Wenigenjenaer Ufer an der Saale, das kurz vor Jena Ost, also nach der Camsdorfer Brücke liegt, auszuruhen. Dort kann man schön sitzen auf Bänken oder im Gras, dem Schnattervieh auf der Saale und „an der Saale hellen Strande“ (ohne Burgen an dieser Stelle) zusehen, grillen, chillen, essen, plaudern, lachen.  Doch um mit dem Rad zum Wenigenjenaer Ufer hinzukommen, das ist nicht zum Lachen.

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Der Steinweg ist gepflastert, 2 Straßenbahnschienen-Linien führen durch den Steinweg. Man hat zwischen der äußeren Schiene und dem Bordstein als Radler und Radlerin nur wenig Platz. In der Mitte der Fahrbahn , also zwischen dein beiden Schienenlinien-Paaren zu fahren ist auch ungünstig, weil man dann mitten in der Fahrbahn fährt und sich durch den entgegenkommenden Autoverkehr in Gefahr bringt.

Außerdem steigt die Oberfläche des Steinwegs zur Mitte hin leicht an. Das mag wegen starker Regengüsse so geplant worden sein, damit das Wasser in die Gullys am Bordstein laufen kann. ABER FÜR RADLER BEDEUTET DIE LEICHT ABSCHÜSSIGE EBENE ZUM STRASSENRAND HIN EINEN SCHLINGERKURS FAHREN ZU MÜSSEN. Vor allem bei Regen ist es furchtbar, dort entlang zu fahren! Man fährt unfreiwillig in einer leichten, aber doch stark fahrbaren Mulde, diese Mulde ist zwischen der äußeren Straßenbahnschiene und dem Bordstein. Dazu kommt noch die ständig drohende Vertiefung der Schiene. In Nürnberg bin ich mit meinem Vorderrad schon mal in eine Straßenbahnschiene geraten. Es war abends gegen 18.30 Uhr, Winterhalbjahr, also schon dunkel. Glücklicherweise kam grad keine Straßenbahn.

Was natürlich im Steinweg vorhanden ist: Parkplätze für Autos! Aber selbstverständlich! Sonst würde ja was fehlen . Hahaha.

Das hier im folgenden Bild  ist der Übergang in die Innenstadt. rechts (nicht im Bild) ist die Straßenbahn-Haltestelle „Universität.“ Links läuft die Straße „Löbdergraben“ in Richtung Zentralhaltestelle „Löbdergraben“, bzw. „Stadtzentrum, Holzmarkt.“ Die Ampelschaltung ist katastrophal: streng genommen begeht man als Radfahrer_in immer eine Ordnungswidrigkeit, weil es keine Fahrradampeln und keine Fahrradübergänge gibt. Man muß über den Fußgängerweg fahren (nachdem dort solange NICHTS passiert ist, sehe ich nicht ein, abzusteigen. Ich fahre im Schritttempo drüber und achte auf die die laufenden Zwei- und Vierbeiner_innen :-D).

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…mit der vom Stadtzentrum herannahenden Straßenbahn beginnt es im Steinweg erneut eng zu werden… viel zu eng für ALLE Verkehrsteilnehmer_innen. Da kommt Freude auf… und das dumme Geschimpfe über die „Kampfradler“ geht wieder los.

Man kann nur hoffen, dass der Stadt Jena in dem selbsternannten „Jahr des Lichts“ ein LICHT BEIM RADVERKEHR AUFGEHT!! Schluß mit diesem Straßenbelag und dieser Mulde! Platz für Radler und Radlerinnen in einer Stadt, die mit ihrer Umweltkampagne „Schritt für Schritt“ die Menschen zu umweltfreundlicher Mobilität aufrufen will!

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