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Zeichen und Wunder in der Universitätsstadt Jena

Jena in Thüringen nennt sich „Universitätsstadt.“ Da erwartet man schon was. Gut ausgestattete Bahnhöfe zum Beispiel. Und ja, der Bahnhof „Jena Paradies“ ist  so einer. Noch dazu gleich neben einer Parklandschaft, an der Saale. Was für einen Bahnhof gilt, sollte aber für alle gelten.

Denkste.

Bahnhof Jena-Göschwitz, das sieht aus wie der allerletzte Bahnhof, dreckig, stinkig, unkomfortabel für die Fahrgäste, schlecht zugänglich. Nur die Drogendealer und sonstige Kleinkriminelle fehlen noch. Ach ja, und vielleicht noch ein paar Ratten und noch mehr Abfall.

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4 Jahre schaue ich mir das schon an. Ich ärgere mich am Bahnhof Göschwitz, der die Ost-Westverbindung schlechthin ist regelmäßig über einen kaum sichtbaren Zugang, einen baufälligen Durchgang, kaputte Treppen, fehlende Aufzüge oder wenigstens Schienen an der Treppe und zu niedrige Bahnsteige. Jedes Mal darf man sein Rad + Tasche oder den Kinderwagen die Treppe runter- und rauftragen.

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Nun scheinen sich DB AG und Stadt Jena in manchen Punkten geeinigt zu haben. Es geschehen noch Zeichen und Wunder am Bahnhof Jena-Göschwitz.

Ein paar Baustellenfotos.

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Links soll ein Aufzug eingebaut werden. Deshalb ist der Tunnel, der Durchgang unter den Gleisen zum Teil oben offen. Die Wände und Decken des Durchgangs sind damit aufgerissen.

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Die gegrabene Lücke für den geplanten Aufzug.

Gegensatz ca. 50 km weiter östlich: eine Stadt mit Autokennzeichen „G“, die selbst immer mehr verfällt, diese Stadt hat aber einen funktionierenden Bahnhof mit Aufzügen.

 

Die vorderen Gleise (von Lobeda kommend die „vorderen“ Gleise) sind gesperrt, dort werden die Bahnsteige endlich erhöht. Das Einsteigen in den Zug ist bisher immer eine Bergsteigertour  – ganz gleich, ob man ein Rad und eine Tasche oder nur eine Tasche dabei hat. Ich frage mich, warum diese Bahnsteige bisher so niedrig waren – und noch sind bei den hinteren Gleisen.  Wie hoch waren die Zugangstreppen bei früheren Waggons?

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Die aufgebauten Geländer sind nicht zum Flanieren, Stolzieren oder Turnen gedacht 😉 Sie führen zu den hinteren Gleisen, von denen gegenwärtig auch die Züge abfahren. Der Tunnel= Durchgang soll demnächst gesperrt werden, dann darf man als Fahrgast und Fahrgästin auf dem „Geländergang“ staksen.

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Hier der Zugang zum „Geländergang,“ rechts neben dem Tunnelzugang, vorbei an einem umzäunten Gelände, in dem ein Hund wacht. Der wird dann wohl in Zukunft mehr zu bellen haben, auch wenn keiner in das umzäunte Gelände rein will, sondern nur dran vorbeigeht… irgendwie kann er einem auch leid tun, wenn er so lang allein Wache schieben muß (es scheint, er müsse so lange wachen).

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Na man wird sehen, wie es weitergeht mit dem Bahnhof Jena-Göschwitz… was sich so in Sachen Fahrradfreundlichkeit tut – oder auch nicht.

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