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Radfahren, bis man schwarz wird ;-) oder: die Tour mit den meisten Freibädern Teil 2

Es gibt das freche Gerücht, dass eine Tour des ADFC Nürnberg nur dann eine Tour des ADFC Nürnberg wäre, wenn die Tour an einer Kläranlage vorbeilaufen würde…. bei dieser Tour durchs Schwarzatal war es ähnlich wie bei „Regen und Sonne“ : ich fuhr an mehreren Freibädern (Unterweißbach, Schwarzburg und noch eins…) , konnte diese aber aufgrund des Wetters nicht nutzen. Es regnete bei der Schwarztal-Tour nicht (von den paar Regentropfen abgesehen), Wolken und Sonne wechselten sich ab, dazu pfiff der Wind (nicht immer in Fahrtrichtung).

 

Endlich oben! Von Unterweißbach aus hatten wir einen Abstecher zur STaumauer gemacht: Talsperre Leibis-Lichte. Hier wird der Fluß Lichte zusammen mit anderen Gewässern gestaut. (Anstieg etwa 2km lang).

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Und so sieht es auf dem Berg aus, bevor man auf die Mauerkrone der Sperre kommt:

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Hier geht´s rein ins Betriebsgelände zur Mauerkrone.

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Das Verwaltungsgebäude. Nicht der schlechteste Arbeitsplatz….

immer Blick durch die verglaste Front auf den Stausee. Ein Hauch vom Meer… Sehnsucht…

 

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Auf der Mauerkrone sind nur FußgängerInnen und RadfahrerInnen erlaubt. Anfangs dachte ich noch an den Neuen Kanal zwischen Nürnberg und Fürth, dem Main-Donau-Kanal, bei dem man auch mal Brücken überqueren muß und die „Absturzkante“ zum Wasser hin nicht befestigt ist. Kein gutes Gefühl, da drüber zu fahren… hier ist alles befestigt, aus gutem Grund.

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…denn hier geht´s noch tiefer runter…

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Hier die technischen Daten:

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Schon  seit den 1980er Jahren war die Talsperre in Planung, doch erst 2006 wurde sie fertiggestellt, die Flutung erfolgte bis Mitte 2008. Der Bund Naturschutz hatte mehrere Male dagegen geklagt (1999 und 2001), doch diese Klage wurde vom Verwaltungsgericht Gera abgewiesen. Ein ganzes Dorf, Leibis (100 Einwohner) mußte 1994 aufgelöst werden (liegt jetzt also wie die verwunschene Stadt Vineta unter Wasser), in der Nähe von Unterweißbach entstand Neu-Leibis.

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Ach ja, da kommt mir die Sehnsucht nach dem richtigen Meer…

 

Einerseits schon ein beeindruckendes Bauwerk, ein toller Ausblick auf den Stausee, andererseits ein großer Eingriff in die Landschaft. Ob die Ausgleichsmaßnahmen zur Renaturierung das wett machen können?

Ach ja, die Fußkranken und -krankinnen können mit der Lichtetalbahn hochfahren. Das ist ein 4rädiges Fahrzeug mit Automotor das aussieht wie eine Eisenbahn. Was es kostet, keine Ahnung.

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Auf dem Abstieg. Wir wählten trotz widriger Wegverhältnisse den Wanderweg, um vom Tal aus noch Fotos machen zu können.

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Vor lauter Technik: hier mal das Wichtige, die Botanik am Wegesrand fotografiert 😉

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…muß eine Campanula sein, eine Glockenblumenart…

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Unten im Tal. Die Stausperren-Anlagen.

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Der Grund, warum in den 1980er Jahren dort im Lichtetal überhaupt eine Trinkwasser-Staumauer geplant war: aufgrund der Verseuchung durch die Industrie wollte die DDR-Regierung das Trinkwasser aus dem Thüringer Wald holen und ins flachere Land nach Jena- Gera – Halle transporierten. Jena bekam schon in den 1970er Jahren Wasser aus dem Luisenthal bei Gotha.

 

 

 

 

In Unterweißbach, das Dorf unterhalb der Staumauer/Talsperre Leibis-Lichte, kamen wir in der Ortsmitte auf der anderen Seite des Gasthofs mit dem Hirsch heraus. Das nächste Dorf war: Sitzendorf. Kaputte Häuser   aber: mit Freibad. 😀

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA   KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA das war (rechtes Bild) mal eine        Fabrik…)

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA Schad, dass es so kaputt ist… das wär mein Traum-Ferienhaus.. mit Veranda und Wiese davor! Wenn man nur nicht soviel Geld reinstecken müßte…

 

Weiter auf dem Radweg durch Sitzendorf…

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…und an der Schwarza entlang.

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Den Schwarzatal-Radweg kann man an einem Tag gut schaffen, ohne hetzen zu müssen.

 

 

 

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Wir erreichten Schwarzburg (ehemals Herzogtum Schwarzburg-Rudolstadt).

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Zeughaus und Schloß, vom Radweg aus gesehen:

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In Schwarzburg machten wir noch eine „Snackpause“, bevor es – nur durch Wälder – nach Bad Blankenburg weiterging.

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Der Imbiß + Freibad neben diesem Weg machte grad zu, als wir vorbeifuhren (links im Bild… hab den Eingang knapp verpaßt zu fotografieren… .)

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In Blankenburg geht der Radweg hauptsächlich durch ´s Industriegebiet… das muß man nicht fotografieren… Die Ausschilderung ist ganz ok. An der Stelle, wo der Radweg wieder zwischen Felder verläuft, war der Himmel ganz dunkel und man dachte, es würde gleich losgehen… doch glücklicherweise habe ich das Regencape wieder nur  spazierengefahren 😉

 

Tip, wenn man in Rudolstadt angekommen ist: nicht rechts abbiegen wie ausgeschildert (grüner Wegweiser auf weißem Grund), sondern geradeaus ins Wohngebiet auf den neuen gemeinsamen Rad- und Fußweg... dann mal die Bahnhofstraße rein – aber nicht ganz hinter! – sondern dann links in die Friedrich-Engels-Straße. Man landet auf einem Getränkemarktparkplatz. Gegenüber (über die Straße) davon ist der unscheinbare Eingang zum Bahnhof Rudolstadt-Schwarza (milchig-weiße Schallschutzwände mit türkis-blauen Streifen).

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Ende der Tour… nur 50 km, dennoch ist man froh, wenn man wieder angekommen ist. Doch ich habe mich über diese schöne Tour, diese Entdeckung des Schwarzatals gefreut.

Wenn von hier aus grad kein Zug fährt, kann man durch den Bahnhofstunnel durch auf die andere Seite gehen (ja, linker Hand ist der Ausgang, auch wenn der Tunnel hinten dunkel ist..) und weiter nach Rudolstadt reinfahren, da von Rudolstadt Bahnhof mehr Züge abfahren.

Es ist ein wunderbares Gefühl, zufrieden zu Bett gehen zu können.

 

Weitere Informationen zur Talsperre Leibis-Lichte:

http://www.talsperren.net/Thuringen/Leibis-Lichte/leibis-lichte.html

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